Auf der diesjährigen niedersächsischen Landestagung des Weißen Ringes standen in Hannover zunächst Wahlen auf der Tagesordnung. Dabei wurden RA Steffen Hörning als Vorsitzender sowie Lena Weilbacher und Karl-Heinz Langner als Stellvertreter wiedergewählt. Die Leitung der Goslarer Außenstelle, Dr. Kristina Winter und Günter Koschig, nutzen anschließend die Gelegenheit, um den sehr engagierten und eloquenten Landesvorsitzenden Steffen Hörning für 12 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit auszuzeichnen. Für sein mutiges Auftreten, ob vor einer Fernsehkamera, vor Gericht oder im Verein für die Kriminalitätsopfer bzw. für die Goslarer Zivilcouragekampagne, erhielt der brillante Jurist den großen Leuchtturm für Zivilcourage.
Mit ihm freuten sich alle Außenstellenleiter aus Niedersachsen sowie seine Vertreter (sitzend) sowie das Team des Landesbüros (sh. Foto).
Verena Richterich, Referentin aus der Bundesgeschäftsstelle in Mainz, erhielt nach ihrem sehr informativen Vortrag über neue Strukturen im Weißen Ring sowie über geplante Aktionen zum 50zigjährigen Vereinsjubiläum nicht nur viel Beifall, sondern auch das erste Präventionsplakat 2026 aus Goslar. Die Harzer Hexenbrut hatte sich vor ihrem legendären Walpurgisauftritt unter Leitung der Oberhexe Antje Wedde (Grundschullehrerin) vor 16 000 Gästen in Wolfshagen zum Shooting für den Weißen Ring versammelt.
Unser Grafikdesigner Thomas Velte „zauberte“ daraus das erste Jubiläumsplakat mit dem Motto: „Zivilcourage ist keiner Hexerei, Hinsehen, Handeln, Helfen 110 wählen!“
Nach der Übergabe an die sympathische Juristin aus Mainz, hängt es jetzt in der Bundesgeschäftsstelle des Weißen Ringes.
Seit vielen Jahren ehrt die Goslarer Zivilcouragekampagne Bürgerinnen und Bürger, die in Notsituationen oder bei Straftaten nicht weggesehen, sondern mutig und entschlossen geholfen haben. In den vergangenen 16 Jahren waren es bereits über 100 Menschen, die als Alltagshelden ausgezeichnet wurden. Die GZK-Jury hatte auch diesmal couragierte Mitmenschen nominiert, die nun am Donnerstag in der Polizeiinspektion Goslar für ihr mustergültiges Verhalten gewürdigt wurden.
Foto: Lia Deinert
In seiner Begrüßung der rund 70 Gäste aus Gesellschaft, Politik und Polizei, sprach Goslars Polizeichef, der Leitende Polizeidirektor Rodger Kerst seinen besonderen Dank an die nominierten Alltagshelden für deren vorbildliches Verhalten aus.
Polizeipräsident Thomas Ring brachte aus Braunschweig seinen Dank und seine besondere Wertschätzung für die zu ehrenden Gäste zum Ausdruck. In seinem Statement betonte er die besondere Rolle der Zivilcourage als Pfeiler unserer Gesellschaft, sie sei ein starkes Zeichen für Mut und Menschlichkeit. Unsere Gesellschaft sei angewiesen auf Menschen, die Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und helfen.
v. L.: Günter Koschig, Thomas Ring Foto: Lia Deinert
Bürgermeisterin Renate Lucksch würdigte im Anschluss Claudia Kohl, Schulleiterin der Grundschule Oker, für ihr langjähriges Schaffen in der Zivilcourage. Bereits seit 15 Jahren entwickele sie, gemeinsam mit Denis Habig von der Polizei, Konzepte gegen Gewalt und für Zivilcourage, sowie Handlungskompetenzen für Grundschulen die nun allen Grundschulen im Landkreis Goslar und darüber hinaus zugutekommen.
In der nächsten Laudatio wurde Martina Heine von Dr. Kristina Winter vom Weißen Ring geehrt. Sie hatte die Hilflosigkeit einer 88-jährigen Frau erkannt, die bei kalten Temperaturen offensichtlich orientierungslos unterwegs war, hatte sie angesprochen und die Polizei gerufen. So konnte die Seniorin sicher zu ihrem Seniorenheim gebracht und vor Schlimmerem bewahrt werden. Lars Schmid, stellvertretender Leiter der Goslarer Kriminalpolizei, hielt die Laudatio für Sophie Hölzner, Mitarbeiterin der Sparkasse in Jürgenohl. Sie verhinderte durch ihr ruhiges und gewissenhaftes Handeln, dass eine Goslarer Seniorin nach einem betrügerischen Schockanruf ihre Ersparnisse an die Betrüger aushändigte.
v. L.: Dr. Kristina Heilmann, Martina Heine, Foto: Lia Deinert
Ebenso beherzt handelten Kiell Paul Thiel und Patrick Barfuss, die eine Geldübergabe nach einem weiteren Schockanruf verhinderten. Sie erkannten den Betrug, sprachen den betroffenen 89-Jährigen an und vertrieben so den Geldabholer, der sich bereits am Haus des Seniors herumgetrieben hatte. Udo Löprich, Brandmeister des Landkreises Goslar, lobte auch hier das umsichtige und besonnene Handeln.
Dr. Tobias Steffen, Leitender Notarzt im Landkreis Goslar, würdigte in seiner Laudatio Tanja Franken und Kathlen Unger, die früh morgens in der Goslarer Innenstadt auf einen bereits verletzten Mann aufmerksam wurden, der immer wieder von den Angreifern traktiert wurde. Beide griffen unabhängig voneinander verbal in die Situation ein und verständigten den Notruf, wodurch einerseits die Angreifer die Flucht ergriffen und eine schnelle medizinische Versorgung des Verletzten möglich war. Aufgrund ihrer Beschreibung konnte zudem einer der Angreifer kurz darauf von der Polizei festgenommen werden.
Erneut wurde auch der Sonderpreis für Demokratie vergeben, mit dem in diesem Jahr AliAbou Hamoud, Leiter der Kreisvolkshochschule, Außenstelle Clausthal-Zellerfeld, für seine kreativen Projekte ausgezeichnet wurde. Landrat Dr. Alexander Saipa hob exemplarisch das integrative Projekt im Zusammenwirken mit der Polizei Goslar hervor, bei dem in Gesprächen tiefergehendes Verständnis untereinander gefördert wird.
v. L.: Günter Koschig, Dr. Alexander Saipa, AliAbou Hamoud Foto: Lia Deinert
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung erneut durch Uwe Klußmann vom Polizeiorchester Niedersachsen. Der Moderator des Tages, Günter Koschig, Projektleiter und Initiator der GZK, dankte Uwe Klußmann, Denis Habig und Marion Kreft von der Polizei für ihr 15jähriges Engagement jeweils mit einem Leuchtturm von der GZK sowie den Laudatoren mit einem 110-Cartoon.
Uwe Klußmann Foto: Lia Deinert
Die Schüler der Grundschule Oker überraschte er mit einer großen Super Mario Puppe und Kinokarten vom Cineplexkino.
Foto: Lia Deinert
Einen besonderen Dank und viel Applaus gab es für das vom Langelsheimer Hotel Zum Löwen gesponserte Essen und die finanzielle Unterstützung der Sparkassenstiftung Hildesheim-Goslar-Peine. Günter Koschig, GZK-Projektleiter
Die Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) ehrt seit 16 Jahren jährlich couragierte Bürger*innen, die bei Straftaten oder Notsituationen im Landkreis Goslar nicht weggeschaut, sondern geholfen haben. Bislang konnten so über 100 Personenen ausgezeichnet werden, die das Motto „Hinsehen,Handeln,Helfen und 110“ wählen, perfekt umgesetzt hatten. Die Jury zeichnet diesmal neben den „Leuchttürmen der Zivilcourage 2025“ wieder einen Sonderpreisträger „Demokratie“ sowie eine Preisträgerin aus Goslar für ihr besonderes Engagement, Zivilcourage auch schon in Grundschulen zu implementieren, aus. Dank der Förderung der Sparkassenstiftung für die Region Goslar/Harz, erhalten 10 Grundschulen GZK-Unterrichtsmaterialien zum Thema Zivilcourage.
Foto v.l.n.r.: ein Teil des GZK-Teams in der Polizeiaula Thomas Kirchner, Florian Wildmann, Martin Schilff und Günter Koschig
Neben dem Braunschweiger Polizeipräsidenten Thomas Ring und Goslars Polizeichef Rodger Kerst, sind prominente Laudator/en/innen, wie Landrat Dr. Alexander Saipa, Bürgermeisterin Renate Lucksch, Kripochef Patrick Dehnbostel, Kreisbrandmeister Udo Löbrich sowie Kristina Winter vom Weißen Ring, im Einsatz.
Uwe Klußmann vom Polizeiorchester Niedersachsen umrahmt die Veranstaltung vor geladenen Gästen musikalisch;Thomas Wietig vom Hotel Zum Löwen aus Langelsheim stärkt die Preisträger und die Gäste kostenlos mit Finger Food in der Polizeiaula.
Foto mit Frank Zander bei der Leuchtturmübergabe durch Schilff und Koschig von Marc Vorwerk
Zum wiederholten Male nahmen die Langelsheimer Günter Koschig und Martin Schilff als Vertreter der Goslarer Zivilcouragekampagne und der Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei an der Weihnachtsfeier für Bedürftige und Obdachlose im Berliner Estrel-Hotel als Helfer teil. Sie durften zusammen mit Frank Zander, seinem Sohn Markus und seinem Enkel Elias die 2500 Gäste am Eingang begrüßen, bevor diese warme Unterwäsche und Strümpfe, Schlafsäcke, Kinderspielsachen, Tiernahrung oder einen Haarschnitt als Weihnachtsgeschenk bekamen.
Im großen Saal des Berliner Estrel-Hotels wurden die ausgelosten Bedürftigen köstlich bewirtet. Neben den ehrenamtlichen HelferInnen wurden sie von 80 Prominenten aus Politik, Film und Fernsehen (u.a. Regierender Bürgermeister Wegner, Ministerin Giffey, Ministerpräsident Woidke, Barbara Richstein -Vorsitzende WEISSER RING, Didi Hallervorden, dem 80-Euro Mann Waldi Lehnerts, Boxtrainer Ulli Wegner mit Ex-Weltmeister Arthur Abraham, Wolfgang Lippert, Gregor Gysi etc.) mit köstlichen Gänsekeulen, Rotkohl, Klößen, Nachtisch und Getränken bedient. Nach dem Essen gab es ein tolles Showprogramm mit Nicole, Mitch Keller, der Band Atemlos, den Flying Steps, Nino de Angelo, Frank Zander und vielen anderen. Als „Leuchttürme“ für Zivilcourage und Nächstenliebe wurden Frank, Markus und Elias Zander von Günter Koschig und Martin Schilff auf der Bühne mit einem Leuchtturm der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) ausgezeichnet. Den Inhalt dieser Initiative konnten die Langelsheimer auch Didi Hallervorden, Nino de Angelo u.v.a. erläutern. Die Künstlerlegenden waren nicht nur begeistert, sondern zeigten beim Fotoshooting unter dem Weihnachtsbaum spontan „Gesicht für die GZK“! Die Obdachlosen waren wieder glücklich und dankbar für die Einladung zu der fantastischen Weihnachtsfeier, die Geschenke und einfach für die Möglichkeit einen sorgenfreien Tag zu verbringen und sangen gemeinsam mit den Stars und HelferInnen Zander´s Song „nur nach Hause gehen wir nicht!
Beim letzten Treffen des Weißen Ringes im Jahr 2025 konnte der Goslarer Außenstellenleiter Günter Koschig auch eine besondere Ehrung in Vertretung der Bundesvorsitzenden Barbara Richstein vornehmen und Jürgen Reinecke für seine 15jährige ehrenamtliche Mitarbeit und beispielhaften Einsatz bei der Linderung der Not von Kriminalitätsopfern danken. „Wenn ich auf diese Tätigkeit zurückblicke kann ich sagen, dass es für mich immer ein gutes Gefühl war, Betroffenen in einer schwierigen Lebenslage Beistand und Hilfe zukommen zu lassen. Allein schon das Zuhören war für viele Kriminalitätsopfer hilfreich, so Jürgen Reinecke“. Koschig lobte die Zuverlässigkeit sowie die Empathie von seinem Mitarbeiter, wenn es darum ging, die Betroffenen auf Gerichtsverhandlungen vorzubereiten und diese zu Amtsgerichten oder zum Landgericht Braunschweig zu begleiten. Ein besonderes Anliegen war Jürgen Reinecke auch immer, die Menschen vor Kriminalitätsgefahren in seinen Vorträgen zu warnen. „Die Schockanrufe sind in den letzten 10 Jahren ausgeufert. Ob falsche Enkel, Staatsanwälte, Ärzte oder Polizisten, alle wollten nur an Geld oder Wertsachen von meist älteren Menschen. Nach der Übergabe sind dann viele Opfer traumatisiert und verlieren das Vertrauen in ihre Mitmenschen,“ so Opferhelfer Jürgen Reinecke. Sein Tipp bei solchen Anrufen: weder Polizei noch Ärzte fordern nach einem Unfall Bargeld oder Schmuck. Auf keinen Fall etwas an Fremde übergeben, sondern sofort auflegen und die Polizei über den Schockanruf in Kenntnis setzten. Günter Koschig Weißer Ring, Leiter AS Goslar,11.12.202
Foto: WEISSER RING: Barbara Richstein, Bundesvorsitzende und Günter Koschig, Außenstellenleiter in Goslar, suchen die „Zivilcourage Leuchttürme 2025“ für die GZK
Vorsitzende Barbara Richstein freut sich über neue Zivilcourage-Leuchttürme
Die Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) ehrt seit 2010 jährlich couragierte Bürgerinnen, die bei Straftaten oder Notsituationen im Landkreis Goslar und darüber hinaus nicht weggeschaut, sondern geholfen haben. In diesem Jahr konnten 9 Personen von prominenten Laudatoren bei der Polizeiinspektion Goslar für Ihren Einsatz im Jahr 2024 geehrt werden. Für die nächsten Ehrungen im Frühjahr 2026 benötigt die Jury wieder die Mitwirkung der Bevölkerung, um alle Preisträgerinnen mit persönlichen Urkunden und Kinokarten bzw. für herausragende Einsätze mit einem Pokal von prominenten Laudatoren ehren zu lassen. Die Bundesvorsitzende des WEISSEN RINGES Barbara Richstein findet, dass Zivilcourage keine Frage des Alters ist. „Jeder kann mal in eine bedrohliche Situation kommen, in der couragiertes Handeln von Zeugen wertvoll. Allein das Betätigen des Notrufes 110 kann Leben retten. Die GZK findet ich wichtig, weil sie zum gefahrlosen Handeln auffordert und zugleich Empathie für die Opfer generiert“. „Wir suchen keine Rambos, sondern Menschen, die mit kühlem Kopf die Lage beurteilen sowie die Polizei unter 110 angerufen haben“, so Jurymitglied Rodger Kerst, der Leiter der Polizeiinspektion Goslar. Hinweise auf couragierte Sachverhalte 2025 nimmt Frau Kreft von der Polizei Goslar gern per Email bis zum 20. November entgegen: marion.kreft@polizei.niedersachsen.de. Günter Koschig, Projektleiter der GZK, freut sich, dass bislang über 100 couragierte Bürger von der Kampagne, quasi als „Leuchttürme“ für Zivilcourage“ ausgezeichnet werden konnten. „Mit diesen Auszeichnungen, Plakatausstellungen, Aktionstagen sowie Unterrichten in Schulen, machen wir bundesweit Mut zur Zivilcourage, so Opferhelfer Koschig.
Genau vor 40 Jahren empfing Marta Lattemann als Oberbürgermeisterin von Goslar das Team vom Weißen Ring auf der Rathausdiele, um den Eintritt der Stadt Goslar in die größte deutsche Opferhilfsorganisation zu verkünden. „Damit wollten wir den Focus auf den seinerzeit noch wenig bekannten Weißen Ring und seine wichtige Opfer- und Präventionsarbeit lenken“, so Marta Lattemann. Außenstellenleiter Günter Koschig nutzte nun dieses besondere Jubiläum, um sich bei der Grand Dame der örtlichen Politik mit einer Blumenampel zu bedanken. „Sie haben uns damals eine wertvolle Starthilfe gegeben und bei den Treffen mit dem Fernsehstar (Sendung: Was bin ich?) Hans Sachs oder Niedersachsens Innenminister Hasselmann in Goslar viele Opfer ermuntert, sich Hilfe vom Weißen Ring zu holen.
Sie hatten und haben immer noch ein großen Herz für Kriminalitätsopfer und Kriminalprävention,“so Koschig beim Gedankenaustausch im Hahnenkleer Hof.
Goslar/Mainz. Als die neue Vorsitzende des WEISSEN RINGES Barbara Richstein im Februar 2025 in der Bundesgeschäftsstelle in Mainz drei Urkunden für Mitarbeiter*innen der Außenstelle Goslar ausstellt, ist sie begeistert: seit 40 Jahren sind Angelika und Günter Koschig sowie seit 20 Jahren Stefani Artel-Tiede beim WEISSEN RING, der größten deutschen Opferschutz Organisation, ehrenamtlich tätig. „Als ich vor 42 Jahren bei einem Besuch der Polizei in Goslar einen Flyer vom WEISSEN RING entdeckte, wollten wir zunächst als Mitglieder ein Zeichen für einen besseren Opferschutz in Deutschland setzen; denn, wenn alle die Verbrecher jagen, wer bleibt dann beim Opfer“, so Angelika Koschig. „Um Opfern auch mit Rat und Tat schnell und unbürokratisch helfen zu können, haben wir uns zu ehrenamtlichen Opferhelfern ausbilden lassen“, so Günter Koschig, der seit 1985 Leiter der Außenstelle Goslar/Osterode ist. Mit bis zu 20 Helfern wurde in beiden Landkreisen die Not der Kriminalitätsopfer gelindert. Das erworbene Wissen gab Günter Koschig als Landes- und Bundesreferent in Hannover bzw. in Oberwesel (Nähe Mainz) bei Lehrgängen über 10 Jahre lang weiter, während Angelika Koschig die Opferfälle bearbeitete. Nach der Selbstständigkeit der Außenstelle Osterode im Jahr 1993 setzten beide Koschig‘s auch in der Prävention als Initiatoren oder Teilnehmer von mehreren 100 Veranstaltungen neue Impulse beim Weißen Ring. Dies betonten bei der Laudatio in der Goslarer Polizeiaula auch Karl-Heinz Langner und Lena Weilbacher vom Landesvorstand Niedersachsen. Seit 1996 gehört Koschig dem Fachbeirat Kriminalprävention in Mainz an, der mit Wissenschaftlern und Experten besetzt ist. Die Auszeichnungen von der Initiative des Bundespräsidenten „Deutschland-Land der Ideen-Ausgewählter Ort 2009“ für die Kampagne Sportler setzen Zeichen-Kraft gegen Gewalt sowie im Jahr 2012 für die Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) prägten den Weg des Netzwerkers Koschig. Insbesondere bei den vielen aktiven Teilnahmen bei den Deutschen Präventionstage konnte er immer neue Verbündete für die Prävention finden. Die Kollegen der Polizei, der Gewerkschaft der Polizei sowie die Akteure des Goslarer Netzwerkes gegen häusliche Gewalt, das er vor über 20 Jahren initiiert hatte, sind hier zuvorderst zu nennen. „Es ist heute wichtiger denn je, ob in der Opferbetreuung, bei Gericht oder beim Gesetzgeber, z.B. für die Fußfessel für die Täter bei häuslicher Gewalt einzutreten, den Opfern eine Stimme zu geben“, betont Stefanie Artelt-Tiede. Sie hatte schon während des Studiums an der GeorgAugust-Universität Göttingen mit dem Schwerpunkt Kriminalwissenschaften beim WEISSEN RING in Göttingen mitgewirkt, bevor sie in der Außenstelle Goslar seit 2008 im Bereich der Opferarbeit und der Prävention aktiv geworden sei. Sechs Jahre lang hat die inzwischen als Rechtsanwältin in Seesen tätige Mitarbeiterin als Jugendbeauftragte des Landesverbandes Niedersachsen junge Menschen für die Arbeit des WEISSEN RINGES begeistern können. „Für zusammen 100 Jahre „ehrenamtlichen und beispielhaften Einsatz bei der Linderung der Not von Kriminalitätsopfern und in der Kriminalprävention“ dankt der WEISSE RING mit Ehrennadeln und Urkunden drei besonderen Opferhelfern“, so Lena Weilbacher vom Landesvorstand am Ende der diesjährigen Preisverleihungen der GZK.
Bei der Aushändigung des BVK im Oldenburger Ratshaus an die Außenstellenleiterin des WEISSEN RINGES, Petra Klein, durch den Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, waren sich alle Festredner*innen einig: sie hat es sich redlich verdient.
OB Jürgen Krogmann überreicht Petra Klein erst das BVK, dann einen Blumenstrauß
Alle, ob die Präsidentin von Victim Support Europe,Rosa Jansen, die Bundesvorsitzende des WEISSEN RINGES, Barbara Richstein (in beiden Vereinen ist Petra Klein Vizepräsidentin bzw. 2. Vorsitzende) sowie der Polizeipräsident Andreas Sagehorn, lobten ihr großes Engagement, ihre Fachkenntnisse und ihr stets couragiertes Auftreten für die Interessen der Kriminalitätsopfer.
Barbara Richstein, Petra Klein,Bianca Biwer (alle vom WEISSER RING) sowie Rosa Jansen von Victim Support Europe
Günter Koschig, Goslarer Außenstellenleiter und seit 29 Jahren im Fachbeirat Kriminalprävention aktiv, dankte der Netzwerkerin Petra Klein für ihre Präventionsinitiativen mit überregionaler Strahlkraft. „In unserer Gesellschaft wird Zivilcourage mehr denn je gebraucht; auch dafür steht die großartige „Stimme der Opfer“, Petra Klein“, so Koschig.
Günter Koschig dankt Petra Klein mit dem Cartoon der Goslarer ZivilcouragekampagneFestversammlung im Oldenburger Rathaus anl. der Verleihung