DPT Geschäftsführer Erich Marks zum Leuchtturm für Zivilcourage ausgezeichnet

Zum 31. Deutschen Präventionstag (DPT), der unter dem Schwerpunktthema „KI in der
Prävention“ stand, kamen über 2000 Experten aus 26 Ländern in Hannover zusammen.

KI ist eine grundlegende technologische Entwicklung, die inzwischen zahlreiche
gesellschaftliche Bereiche durchdringt und als eine Art „Querschnittstechnologie“ wirkt.
„Vor diesem Hintergrund stellt sich weniger die Frage, ob KI in Präventionskontexte
integriert werden kann, sondern vielmehr, wie sie präventive Praxis und Strategien
bereits heute verändert und künftig weiter prägen wird“, so der DPT-Geschäftsführer
Erich Marks. Unter den Mitwirkenden waren Martin Schilff und Günter Koschig aus
Goslar in einer Posterausstellung zur Gewalt- und Kriminalprävention mit
Unterrichtsmaterialien zum Thema „Zivilcourage in Grundschulen“ am Start. Die
gemeinsam mit Grundschulrektorin Claudia Kohl entwickelten Unterrichtsangebote,
fanden reges Interesse bei Lehrkräften und Präventionsräten. „Gerade im KI-Zeitalter gilt
es die Schulen mit solchen Präventionsangeboten zu unterstützen“, so Martin Schilff,
der als Ex-Polizist mit Koschig in Grundschulen den Kindern vermittelt, wie man in Gefahrensituationen richtig hilft, ohne sich dabei selbst zu gefährden sowie Empathie für Opfer zeigt. Am Stand des Weißen Ringes, der in diesem Jahr 50 Jahre für Opfer Hilfe und Prävention steht, zeigten die beiden Goslarer mit der Bundesvorsitzenden Barbara Richstein „Flagge“. Die Botschaft „Prävention ist Brandschutz, kein Feuerlöscher!“
hat Erich Marks jeweils bei seinen 31. Kongressen ausgegeben. „Für seine
wegweisenden Ideen, die Power, den Mut und die Strahlkraft, die hinter jedem Kongress stecken, zeichnet die Goslarer Zivilcouragekampagne Erich Mark zum Leuchtturm der Zivilcourage aus, so Projektleiter der GZK“, Günter Koschig. 2000 Kongressteilnehmer
applaudierten, als der Geehrte gerührt den großen Leuchtturm entgegennahm und das
Polizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern einen Tusch spielte.

Martin Schilff (GdP) und Günter Koschig werben mit Barbara Richstein (beide Weißer
Ring) für Zivilcourage
Prof. Günter Dörr freut sich über den GZK-Cartoon von Martin Schilff, Günter Koschig
und Harald Schmidt am Stand des Deutschen Forums für Kriminalprävention

Für seinen Einsatz zur Gewaltprävention in Schulen wurde Prof. Dr. Günter Dörr, der
ebenfalls wie Koschig im Fachbeirat Kriminalprävention des Weißen Ringes
ehrenamtlich tätig ist, mit einem Cartoon der GZK gedankt. Mit Fachvorträgen trugen die
weiteren Mitglieder des Fachbeirates, Prof. Dr. Dieter Hermann (Leiter), Prof.‘in Dr.
Gina Wollinger sowie Bernd Holthusen zum großen Erfolg des Kongresses bei.

Celine Sturm und Anne Werner, die Präventionsexpertinnen werden mit „Super Mario“ für Zivilcourage
Die GZK ist jetzt auch Mitglied im „Bundesnetzwerk Zivilcourage“
Prof. Dr. Dieter Hermann wirbt am Stand des Weißen Ringes für Opferschutz und
Prävention
Bernd Holthusen vom Deutschen Jugendinstitut aus München an seinem Stand
Prof. Dr. Gina Wollinger bei ihrem Eröffnungsvortrag zum Thema KI

Günter Koschig, Projektleiter GZK

Fotos vom DPT (1) und GZK

Leuchtturmübergabe der GZK an Erich Marks durch Martin Schilff (l) und Günter Koschig

Die GZK ehrt die Leuchttürme der Zivilcourage in der Polizeiaula

Seit vielen Jahren ehrt die Goslarer Zivilcouragekampagne Bürgerinnen und Bürger, die in Notsituationen oder bei Straftaten nicht weggesehen, sondern mutig und entschlossen geholfen haben. In den vergangenen 16 Jahren waren es bereits über 100 Menschen, die als Alltagshelden ausgezeichnet wurden. Die GZK-Jury hatte auch diesmal couragierte Mitmenschen nominiert, die nun am Donnerstag in der Polizeiinspektion Goslar für ihr mustergültiges Verhalten gewürdigt wurden.

Foto: Lia Deinert

In seiner Begrüßung der rund 70 Gäste aus Gesellschaft, Politik und Polizei, sprach Goslars Polizeichef, der Leitende Polizeidirektor Rodger Kerst seinen besonderen Dank an die nominierten Alltagshelden für deren vorbildliches Verhalten aus.

Polizeipräsident Thomas Ring brachte aus Braunschweig seinen Dank und seine besondere Wertschätzung für die zu ehrenden Gäste zum Ausdruck. In seinem Statement betonte er die besondere Rolle der Zivilcourage als Pfeiler unserer Gesellschaft, sie sei ein starkes Zeichen für Mut und Menschlichkeit. Unsere Gesellschaft sei angewiesen auf Menschen, die Haltung
zeigen, Verantwortung übernehmen und helfen.

v. L.: Günter Koschig, Thomas Ring
Foto: Lia Deinert

Bürgermeisterin Renate Lucksch würdigte im Anschluss Claudia Kohl, Schulleiterin der
Grundschule Oker, für ihr langjähriges Schaffen in der Zivilcourage. Bereits seit 15 Jahren entwickele sie, gemeinsam mit Denis Habig von der Polizei, Konzepte gegen Gewalt und für Zivilcourage, sowie Handlungskompetenzen für Grundschulen die nun allen Grundschulen im
Landkreis Goslar und darüber hinaus zugutekommen.

In der nächsten Laudatio wurde Martina Heine von Dr. Kristina Winter vom Weißen Ring geehrt. Sie hatte die Hilflosigkeit einer 88-jährigen Frau erkannt, die bei kalten Temperaturen offensichtlich orientierungslos unterwegs war, hatte sie angesprochen und die Polizei gerufen.
So konnte die Seniorin sicher zu ihrem Seniorenheim gebracht und vor Schlimmerem bewahrt werden.
Lars Schmid, stellvertretender Leiter der Goslarer Kriminalpolizei, hielt die Laudatio für Sophie Hölzner, Mitarbeiterin der Sparkasse in Jürgenohl. Sie verhinderte durch ihr ruhiges und gewissenhaftes Handeln, dass eine Goslarer Seniorin nach einem betrügerischen Schockanruf ihre Ersparnisse an die Betrüger aushändigte.

v. L.: Dr. Kristina Heilmann, Martina Heine, Foto: Lia Deinert

Ebenso beherzt handelten Kiell Paul Thiel und Patrick Barfuss, die eine Geldübergabe nach einem weiteren Schockanruf verhinderten. Sie erkannten den Betrug, sprachen den betroffenen 89-Jährigen an und vertrieben so den Geldabholer, der sich bereits am Haus des Seniors herumgetrieben hatte.
Udo Löprich, Brandmeister des Landkreises Goslar, lobte auch hier das umsichtige und
besonnene Handeln.

Dr. Tobias Steffen, Leitender Notarzt im Landkreis Goslar, würdigte in seiner Laudatio Tanja Franken und Kathlen Unger, die früh morgens in der Goslarer Innenstadt auf einen bereits verletzten Mann aufmerksam wurden, der immer wieder von den Angreifern traktiert wurde.
Beide griffen unabhängig voneinander verbal in die Situation ein und verständigten den
Notruf, wodurch einerseits die Angreifer die Flucht ergriffen und eine schnelle medizinische Versorgung des Verletzten möglich war. Aufgrund ihrer Beschreibung konnte zudem einer der Angreifer kurz darauf von der Polizei festgenommen werden.

Erneut wurde auch der Sonderpreis für Demokratie vergeben, mit dem in diesem Jahr AliAbou Hamoud, Leiter der Kreisvolkshochschule, Außenstelle Clausthal-Zellerfeld, für seine kreativen Projekte ausgezeichnet wurde. Landrat Dr. Alexander Saipa hob exemplarisch das integrative Projekt im Zusammenwirken mit der Polizei Goslar hervor, bei dem in Gesprächen tiefergehendes Verständnis untereinander gefördert wird.

v. L.: Günter Koschig, Dr. Alexander Saipa, AliAbou Hamoud Foto: Lia Deinert

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung erneut durch Uwe Klußmann vom Polizeiorchester Niedersachsen. Der Moderator des Tages, Günter Koschig, Projektleiter und Initiator der GZK, dankte Uwe Klußmann, Denis Habig und Marion Kreft von der Polizei für ihr 15jähriges Engagement jeweils mit einem Leuchtturm von der GZK sowie den Laudatoren mit einem 110-Cartoon.

Uwe Klußmann
Foto: Lia Deinert

Die Schüler der Grundschule Oker überraschte er mit einer großen Super Mario Puppe und Kinokarten vom Cineplexkino.

Foto: Lia Deinert

Einen besonderen Dank und viel Applaus gab es für das vom Langelsheimer Hotel Zum Löwen gesponserte Essen und die finanzielle Unterstützung der Sparkassenstiftung Hildesheim-Goslar-Peine.
Günter Koschig, GZK-Projektleiter

Foto: Lia Deinert
Foto: Lia Deinert

Autor Fadi Saad zu Gast bei den Grundschulkindern in Oker

Auch in diesem Jahr besucht Autor Fadi Saad wieder die Grundschule Oker mit Förderschwerpunkt Sprache. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft hitzig geführt werden, erinnert er die Kinder immer wieder an einen einfachen, aber entscheidenden Grundsatz: Respekt ist die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben. Der aus dem Libanon stammenden Fadi Saad steht für klare Worte, wenn um den Umgang miteinander geht.

Mit Fragen wie Erkennt man Religion eigentlich am Aussehen? und Wie ist das eigentlich mit dem Respekt bei euch gegenüber anderen? initiiert er unter den Grundschulkindern der dritten Klassenstufe eine lebhafte Diskussion.

Ein weiteres Thema, das Faadi Saad anspricht sind sogenannte „falsche Freunde“. Damit meint er Menschen, die andere zu einem negativen Verhalten verleiten, etwa zu Gewalt, Kriminalität oder Extremismus.

Echte Freundschaft, so Fadi Saad, erkenne man daran, dass sie fördert statt schadet. Wer respektvoll mit sich selbst und anderen umgehe, lasse sich nicht so leicht schon schlechten Einflüssen leiten.

In einer vielfältigen Gesellschaft sei es normal, unterschiedliche Hintergründe, Sprachen und Religionen zu haben. Was nicht normal sein dürfe, seien Beleidigungen, Ausgrenzung und Hass. Darüber auch schon mit Grundschulkindern zu sprechen ist ein wichtiger Beitrag zur Prävention. Doch Fadi Saad kam nicht allein nach Oker. Auch der ehemalige Polizeibeamte und ehrenamtliche Leiter der Weisser Ring-Außenstelle Goslar, Günter Koschig, den Kindern besser bekannt als Super Mario, gab sich die Ehre. Er brachte den Kindern noch einmal nahe, wie wichtig es ist zu helfen, den Notruf zu wählen und nicht wegzuschauen, wenn jemand anders Hilfe benötigt.

Eike Hulsch erhält das Bundesverdienstkreuz … Koschig dankt mit dem GZK Zivilcourageleuchtturm

Günter Koschig, GZK-Projektleiter mit Ordenssträger Eike Hulsch

Erst erhält Eike Hulsch im Februar 2026 das Bundesverdienstkreuz am Bande im Goslarer Rathaus von OB‘in Urte Schwerdtner für sein herausragendes Engagement, das Krebspatienten und ihren Angehörigen hilft.
Kurze Zeit später nutzt der Projektleiter der Goslarer Zivilcouragekampagne, Günter Koschig, Eike Hulsch auch für seinen Einsatz für die GZK und dem Weißen Ring zu danken. Ob es von ihm organisierte Fahrten von Kindern und Jugendlichen, die Station bei der Polizei und beim Weißen Ring machten oder es die Einsätze seiner Plakatmotive bei Deutschen Präventionstagen in München, Leipzig, Hannover oder Frankfurt waren, stets verfing sein Motto: „Hab keine Tomaten auf den Augen, wähl 110!“Die Empathie für Kriminalitätsopfer waren für den neuen Ordensträger immer sehr wichtig!
Koschig überreichte Eike Hulsch deshalb im Kreise der Festgäste im Schwichelthaus das GZK-Aktionsplakat und den GZK Leuchtturm, der für Strahlkraft, Orientierung und Stärke in dunklen Stunden steht.

Günter Koschig, GZK-Projektleiter mit Marvin Luft, Direktor Schwiecheldthaus

Die GZK gratuliert ihren Gesichtern der ersten Stunde, Arnd Peiffer und Daniel Böhm, zur nachträglich verliehenen Goldmedaille im Biathlon Staffelwettbewerb von Sotschi 2014.

Mit ihren Statements, „Ziehen wir an einem Strang“ und „Treffen Sie mutig Entscheidungen“ haben wir bundesweit seit 2012 auf Plakaten und Postkarten für mehr Zivilcourage und Opferschutz in Deutschland geworben. Neben vielen Deutschen Präventionstagen war auch die Eröffnung unserer  Zivilcourageausstellung im Bundesinnenministerium mit Arnd Peiffer, Bibiana Steinhaus und Martin Schilff in Berlin eines der Highlights in unseren Mutmachkampagnen, in denen der Weiße Ring auch immer für Empathie für Opfer geworben hat.   

Prominente Laudatoren ehren „ Zivilcourageleuchttürme 2025 in der Polizeiaula“

Die Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) ehrt seit 16 Jahren jährlich couragierte
Bürger*innen, die bei Straftaten oder Notsituationen im Landkreis Goslar nicht
weggeschaut, sondern geholfen haben. Bislang konnten so über 100 Personenen
ausgezeichnet werden, die das Motto „Hinsehen,Handeln,Helfen und 110“ wählen,
perfekt umgesetzt hatten. Die Jury zeichnet diesmal neben den „Leuchttürmen der
Zivilcourage 2025“ wieder einen Sonderpreisträger „Demokratie“ sowie eine
Preisträgerin aus Goslar für ihr besonderes Engagement, Zivilcourage auch schon in
Grundschulen zu implementieren, aus. Dank der Förderung der Sparkassenstiftung für
die Region Goslar/Harz, erhalten 10 Grundschulen GZK-Unterrichtsmaterialien zum Thema Zivilcourage.

Foto v.l.n.r.: ein Teil des GZK-Teams in der Polizeiaula
Thomas Kirchner, Florian Wildmann, Martin Schilff und Günter Koschig

Neben dem Braunschweiger Polizeipräsidenten Thomas Ring und Goslars
Polizeichef Rodger Kerst, sind prominente Laudator/en/innen, wie Landrat Dr. Alexander Saipa, Bürgermeisterin Renate Lucksch, Kripochef Patrick Dehnbostel,
Kreisbrandmeister Udo Löbrich sowie Kristina Winter vom Weißen Ring, im
Einsatz.

Uwe Klußmann vom Polizeiorchester Niedersachsen umrahmt die Veranstaltung
vor geladenen Gästen musikalisch;Thomas Wietig vom Hotel Zum Löwen aus
Langelsheim stärkt die Preisträger und die Gäste kostenlos mit Finger Food in der
Polizeiaula.

Koschig und Schilff zeichneten Frank Zander mit GZK-Zivilcourage-Leuchtturm aus!Helfer bei der 31. Weihnachtsfeier für Bedürftige und Obdachlose von Frank Zander in Frank Zander: „Man nutzt sich nicht ab, wenn man arme Menschen umarmt!“

Foto mit Frank Zander bei der Leuchtturmübergabe durch Schilff und Koschig  von Marc Vorwerk

Zum wiederholten Male nahmen die Langelsheimer Günter Koschig und Martin Schilff als Vertreter der Goslarer Zivilcouragekampagne und der Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei an der Weihnachtsfeier für Bedürftige und Obdachlose im Berliner Estrel-Hotel
als Helfer teil.
Sie durften zusammen mit Frank Zander, seinem Sohn Markus und seinem Enkel Elias die 2500 Gäste am Eingang begrüßen, bevor diese warme Unterwäsche und Strümpfe,
Schlafsäcke, Kinderspielsachen, Tiernahrung oder einen Haarschnitt als Weihnachtsgeschenk bekamen.

Im großen Saal des Berliner Estrel-Hotels wurden die ausgelosten Bedürftigen köstlich
bewirtet. Neben den ehrenamtlichen HelferInnen wurden sie von 80 Prominenten aus Politik, Film und Fernsehen (u.a. Regierender Bürgermeister Wegner, Ministerin Giffey, Ministerpräsident Woidke, Barbara Richstein -Vorsitzende WEISSER RING, Didi Hallervorden, dem 80-Euro Mann Waldi Lehnerts, Boxtrainer Ulli Wegner mit Ex-Weltmeister Arthur Abraham, Wolfgang Lippert, Gregor Gysi etc.) mit köstlichen Gänsekeulen, Rotkohl, Klößen, Nachtisch und Getränken bedient.
Nach dem Essen gab es ein tolles Showprogramm mit Nicole, Mitch Keller, der Band Atemlos, den Flying Steps, Nino de Angelo, Frank Zander und vielen anderen.
Als „Leuchttürme“ für Zivilcourage und Nächstenliebe wurden Frank, Markus und Elias Zander von Günter Koschig und Martin Schilff auf der Bühne mit einem Leuchtturm der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) ausgezeichnet.
Den Inhalt dieser Initiative konnten die Langelsheimer auch Didi Hallervorden, Nino de Angelo u.v.a. erläutern. Die Künstlerlegenden waren nicht nur begeistert, sondern zeigten
beim Fotoshooting unter dem Weihnachtsbaum spontan „Gesicht für die GZK“!
Die Obdachlosen waren wieder glücklich und dankbar für die Einladung zu der fantastischen Weihnachtsfeier, die Geschenke und einfach für die Möglichkeit einen sorgenfreien Tag zu verbringen und sangen gemeinsam mit den Stars und HelferInnen Zander´s Song „nur nach
Hause gehen wir nicht!

WEISSER RING dankt Jürgen Reinecke für 15 Jahre Opferhilfe und Prävention!

Beim letzten Treffen des Weißen Ringes im Jahr 2025 konnte der Goslarer Außenstellenleiter Günter Koschig auch eine besondere Ehrung in Vertretung der Bundesvorsitzenden Barbara Richstein vornehmen und Jürgen Reinecke für seine 15jährige ehrenamtliche Mitarbeit und
beispielhaften Einsatz bei der Linderung der Not von Kriminalitätsopfern danken.
„Wenn ich auf diese Tätigkeit zurückblicke kann ich sagen, dass es für mich immer ein gutes Gefühl war, Betroffenen in einer schwierigen Lebenslage Beistand und Hilfe zukommen zu lassen. Allein schon das Zuhören war für viele Kriminalitätsopfer hilfreich, so Jürgen Reinecke“.
Koschig lobte die Zuverlässigkeit sowie die Empathie von seinem Mitarbeiter, wenn es
darum ging, die Betroffenen auf Gerichtsverhandlungen vorzubereiten und diese zu
Amtsgerichten oder zum Landgericht Braunschweig zu begleiten.
Ein besonderes Anliegen war Jürgen Reinecke auch immer, die Menschen vor
Kriminalitätsgefahren in seinen Vorträgen zu warnen.
„Die Schockanrufe sind in den letzten 10 Jahren ausgeufert. Ob falsche Enkel, Staatsanwälte, Ärzte oder Polizisten, alle wollten nur an Geld oder Wertsachen von meist älteren Menschen. Nach der Übergabe sind dann viele Opfer traumatisiert und verlieren das Vertrauen in ihre Mitmenschen,“ so Opferhelfer Jürgen Reinecke.
Sein Tipp bei solchen Anrufen: weder Polizei noch Ärzte fordern nach einem Unfall Bargeld oder Schmuck. Auf keinen Fall etwas an Fremde übergeben, sondern sofort auflegen und die Polizei über den Schockanruf in Kenntnis setzten.
Günter Koschig
Weißer Ring, Leiter AS Goslar,11.12.202

GZK sucht noch mutige BürgerInnen die Fälle von Häuslicher Gewalt gemeldet haben bzw. bis zum 31.12.2025 melden!

Die Jurymitglieder der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) Rodger Kerst, Thomas Kirchner, Martin Schilff, Günter Koschig, Florian Wildmann und Stephanie Gobernack suchen noch mutige BürgerInnen die Häusliche Gewalt in ihrem Umfeld nicht nur mitbekommen, sondern auch dagegen einschreiten. 

Die GZK-Jury ist davon überzeugt, dass, wer zum Beispiel bei Häuslicher Gewalt nach dem GZK- Motto „Hinsehen,Handeln,Helfen, ohne sich dabei selbst zu gefährden“, verfährt, den oft jahrelangen Gewaltkreislauf im Kontext Häuslicher Gewalt beenden kann“! Zumindest dann, wenn er gleich den 110-Notruf der Polizei wählt. Die Profis kümmern sich um den Täter und die Opfer, die sie bei Bedarf an örtliche Hilfsorganisationen, wie z.B. das Goslarer Frauenhaus, die BISS oder den Weißen Ring verweisen.

Das kürzlich vorgestellte Bundeslagebild zu Häuslicher Gewalt 2024, mit mehr als 265.000 Opfern, stellt einen Anstieg zum Vorjahr von 3,8 Prozent dar.

In Niedersachsen waren es im gleichen Zeitraum 21.000 Betroffene, was allerdings nur die Spitze des Eisbergs darstellt. 

Die Dunkelziffer ist, auch im Landkreis Goslar deutlich größer als die polizeilich registrierten Fälle.

Bis zum Jahresende 2025 sucht die GZK insbesondere diese „Leuchttürme“, die als Nachbarn, Arbeitskollegen oder in anderen Kontexten die Häusliche Gewalt melden oder gemeldet haben. Die Couragierten sollen im März 2026 in der Polizeiaula ausgezeichnet werden soll. 

Projektleiter Günter Koschig nimmt die Hinweise unter koschig@t-online.de entgegen. 

Günter Koschig, Projektleiter GZK       

25. November 2025: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Interview mit Tessa Koschig, Buchautorin und Speakerin

Tessa, du bist eine der ersten Botschafterin der Goslarer Zivilcouragekampagne
(GZK), die bei Gewalt oder Notsituationen zum Hinsehen, Handeln und Helfen,
zumindest den Notruf 110 zu wählen, auffordert. Wie kann man den Bürgerinnen
und Bürgern Mut zur Zivilcourage machen, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht?

Plakatfoto von Tessa Koschig: Heike Göttert

Als Botschafterin der GZK und als Polizistin weiß ich: Prävention und Zivilcourage
beginnen nicht erst beim Einschreiten, sondern damit, dass wir uns alle bewusst
machen, dass Gewalt und Sexismus gegen Frauen keine Randthemen sind. Es ist
bedauerlicherweise eine gesellschaftliche Realität, die uns alle betrifft. Mut zur
Zivilcourage entsteht durch Wissen, Haltung und die Einstellung, dass jeder Beitrag
zählt. Wir können in unterschiedlichen Rollen betroffen sein: Opfer, Zeugen,
Entscheidungsträger. Umso wichtiger sind das Bewusstsein um das Thema, die
Entscheidung Verantwortung zu übernehmen sowie zu wissen, wie wir uns verhalten
und helfen können. Zivilcourage bedeutet auch ungefragt zu helfen.

Was meinst du genau mit Bewusstsein und Verantwortung und welche
Verhaltenstipps sind das?

Was wir brauchen, ist eine Kultur des Hinschauens. Eine, in der wir uns gegenseitig
stärken, statt zu schweigen. Und vor allem, indem wir Haltung zeigen und Taten nicht
klein reden: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist kein lustiger Spruch, bei dem
Frauen keinen Spaß verstehen. Femizide sind keine Beziehungstaten und häusliche
Gewalt keine familiären Streitigkeiten. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass es
solche Taten gibt und dass wir sie nicht klein reden.
Das bedeutet gleichermaßen Verantwortung für Helferinnen und Helfer: Zivilcourage ist
kein Heldentum, sondern Menschlichkeit in Aktion. Es geht nicht darum, sich selbst in
Gefahr zu bringen, sondern darum, Signale zu erkennen, Hilfe zu holen und Haltung zu
zeigen. Das kann mit einem einfachen, aufbauenden Satz beginnen oder ein Anruf bei der Polizei sein.

Tessa, du hältst seit Jahren bundesweit Vorträge u.a. vor Gleichstellungsbeauftragten, arbeitssuchenden Frauen und weiblichen Führungskräften zum
Thema Female Empowerment. Inwieweit können deine Vorträge, die z.B.
Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein beinhalten, gewaltpräventiv wirken?

Roll up Foto: Tessa und Günter Koschig WEISSER RING

Als Polizistin habe ich mich nicht nur theoretisch in der Ausbildung, sondern leider auch in der Praxis mit dem Phänomen der Häuslichen Gewalt befassen müssen. In
Gesprächen mit von Gewalt betroffenen Frauen habe ich häufig feststellen müssen,
dass – neben finanziellen oder kulturellen Aspekten – auch der fehlende eigene
Selbstwert eine Rolle spielt. Heute verbinde ich meine polizeiliche Erfahrung mit Empowerment-Arbeit: In meinen Workshops und Vorträgen erlebe ich, wie stärkend und inspirierend es wirkt, wenn Frauen verstehen, dass sie sich nicht alles gefallen lassen müssen. Ich unterstütze Frauen darin, innere Stärke und Mut zu entwickeln, Nein zu sagen, Grenzen zu setzen und für sich selbst einzustehen.

Tessa, du hast gerade ein Buch „Glow your own way“ mit vielen Skills veröffentlicht.
Können deine Tipps auch Frauen die Gewalt erfahren ermutigen, stark zu werden und sich Hilfe zu holen?

Als Empowerment-Coach weiß ich, wie entscheidend innere Stärke, Klarheit und
Selbstwirksamkeit sind, um sich aus toxischen Strukturen zu lösen. Mein Buch bietet keine schnellen Lösungen, sondern Tools, die Frauen befähigen, ihre eigene Stimme wiederzufinden. Innere Stärke zurück zu gewinnen, ist kein Sprint, sondern ein Weg, der mit einem ersten Schritt beginnt. Ein solcher kann mein Buch „Glow your own way – Dein Weg zu mehr Selbstbewusstsein!“ sein. Hierin empowere ich die Leserinnen zu
mehr Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Ich spreche darin über
Selbstbewusstsein, innere Sicherheit und den Mut, sich selbst wieder zu vertrauen. Für
Frauen, die Gewalt erfahren haben, kann das der erste Impuls sein, sich nicht länger
klein halten zu lassen, sondern sich selbst als wertvoll und handlungsfähig zu erleben.
Mir ist wichtig zu betonen, dass nicht die Frauen Schuld haben oder das Problem sind
und deshalb an sich arbeiten sollen. Female Empowerment bedeutet, dass Frauen ihren
Wert erkennen und realisieren, dass sie nicht alles aushalten und ertragen müssen.
Hierzu bedarf es oftmals Unterstützung und den Mut, danach zu fragen. Gleichzeitig ist
es wichtig zu wissen, dass Opfer aus Scham oder Angst nicht unbedingt um Hilfe fragen.
Wertvoll sind deshalb für die Betroffenen regionale Netzwerke, wie z.B. das Goslarer
Netzwerk gegen häusliche Gewalt sowie überregionale Ansprechpartner wie der Weiße Ring.