Drei Fragen an Antje Wedde, die „Oberhexe“ der Wolfshäger Hexenbrut zur Zivilcourage von Günter Koschig-Plakat für 50 Jahre WEISSER RING

Antje Wedde leitet seit gut 20 Jahren die Wolfshäger Hexenbrut, um u.a. das Harzer Brauchtum zu bewahren. Zur diesjährigen Walpurgisfeier
in Wolfshagen kamen 16000 Besucher, um mit den 40 Hexen in den Mai zu tanzen. Günter Koschig, Leiter der Außenstelle Goslar des Weißen Ringes  stellt der „Oberhexe“ drei Fragen…

Antje Wedde, herzlichen Glückwunsch zum großen Erfolg. Warum stand vor eurem furiosen Auftritt noch ein Shooting mit dem Weißen Ring auf dem Zettel?

Vom Außenstellenleiter Günter Koschig haben wir erfahren, dass der Weiße Ring in diesem Jahr seit 50 Jahren für Opferhilfe und Prävention steht.
Die Idee, ein Plakat mit dem Statement „Zivilcourage ist keine Hexerei, wähl 110!“  anzufertigen, haben wir gerne unterstützt.
Denn plötzlich Zeuge einer Gewalttat zu werden, dass kann schließlich jedem passieren.

Wie reagiert man als „Oberhexe“ der Wolfshäger Hexenbrut?

Natürlich helfen hier unsere Hexensprüche nicht wirklich. Das Motto der Goslarer Zivilcourgekampagne (GZK) „Hinsehen, Handeln, Helfen
und sich dabei nicht in Gefahr zu bringen“ ist sicherlich besser. Die 110-Notrufnummer der Polizei zu wählen, sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen
und Empathie für das Opfer zu zeigen, kann schließlich jede/r.

Warum helfen viele Menschen, ob bei Straftaten oder Verkehrsunfällen, nicht??

Weil die meisten Menschen es nicht gelernt haben, richtig zu helfen und Angst vor dem Versagen oder den Folgen in einer Gerichtsverhandlung
haben. Wie beim Erste Hilfe Unterricht, müsste es einen Zivilcourageunterricht in jeder Grundschule geben. Dass Martin Schilff und Günter Koschig

vom der GZK die Kinder in der Grundschule Lautenthal/Wolfshagen am Harz seit Jahren über das Thema Zivilcourage informieren, finden wir klasse.

Dadurch bekommen sie die nötigen Handlungskompetenzen für den Ernstfall!    

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