Günter Koschig übergibt die Leitung an Dr. Kristina Winter

Der Landesvorsitzende des WEISSEN RINGS in Niedersachsen, RA Steffen Hörning und
der Goslarer Außenstellenleiter Günter Koschig hatten zu einer besonderen
Feierstunde Freunde, Gäste und Kollegen vom WEISSEN RING ins Langelsheimer Hotel
Zum Löwen eingeladen. Bevor es zur Amtsübergabe der Außenstellenleitung an Dr.
Kristina Winter kam, traten einige Weggefährten von Koschig, der gerade den 50zigsten Geburtstag des WEISSEN RINGS mit seiner Frau Angelika als Delegierter in Mainz
miterlebt hat, auf den Plan. Angesagt von der Moderatorin des Abends, Tessa-Teresa
Koschig, dankte Uwe Klußmann, der letzte Polizist im Polizeiorchester Niedersachsen,
für den Support und die gemeinsame Präventionsarbeit Schulen. Seine fetzige Musik mit dem Saxophon, der Querflöte und sein Gesang mit speziellen Zivilcouragetexten
begeisterte auch wieder an diesem Abend.

Neben Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze, konnte Koschig die Kampagnenteilnehmer der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK), Goslars
Bürgermeisterin Renate Lucksch, den Ehrenbürger Hans-Joachim Tessner, den
ehemaligen Landrat Thomas Brych, sowie Martin Schilff als besondere Gäste
begrüßen. In seinem Grußwort freute sich der neue Leiter der Polizeiinspektion Goslar,
Kriminaldirektor Markus Iwa, dass es den WEISSEN RING vor Ort gibt, der seit
Jahrzehnten die Opferperspektive im Blick hat und die polizeiliche Kriminalprävention
unterstützt. Der ehemalige Landrat und Ex-Polizeichef Thomas Brych brachte mit
seinen Anekdoten aus Koschig‘s Polizeiarbeit, die Gäste zum Schmunzeln: „Nur durch
die Beharrlichkeit sind so Präventionskampagnen, wie „Sportler setzen Zeichen-Kraft gegen Gewalt oder die Goslarer Zivilcouragekampagne“ mit dem WEISSEN RING und lokalen Partnern entstanden.“ Kathrin Falkner vom Landkreis Goslar bestätigte dies ebenfalls vom Goslarer Netzwerk gegen Häusliche Gewalt. „Als Mitbegründer des Netzwerkes im Jahr 2002 hat er sich stets für die Betroffenen eingesetzt, Fachtage mit organisiert und als Pressesprecher die Botschaft, „Wer schlägt muss gehen“, weitergetragen sowie Menschen geehrt, die Zivilcourage gegen Gewalt gezeigt haben. Heute zeichnen wir ihn deshalb als unseren Leuchtturm aus.“

Martin Schilff von der
Gewerkschaft der Polizei, konnte von zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen für eine gewaltfreie Jugend berichten. „Ob mit Kindern bei der EXPO, in Fußball,-
Handball- oder Eishockeystadien, oder mit Jugendlichen beim Treffen mit Boxqueen
Regina Halmich oder den Klitschkobrüdern, Koschig war stets vorn mit dabei und im
Seilspringen als Mitmachaktion fast unschlagbar. Die Töchter Sia-Desiree und TessaTeresa verteilten an den Infoständen des WEISSEN RINGS Flyer und T-Shirts, als mit der GdP und Sponsoren über 100 Basketballanlagen, Torwände sowie Boxsäcke in Schulen unter dem Motto „Lieber auf den Boxsack, als auf den Mitschüler hauen“,
realisiert wurden“.
„In unserem ganzen Haus waren Materialen des WEISSEN RINGS und Sportgeräte für
Kinder verteilt, die auch bei Deutschen Präventionstagen zum Einsatz kamen“, wusste die eloquente Moderatorin Tessa zu berichten. Dies hat stets der DPT-Geschäftsführer Erich Marks, auch in diesem Jahr in Hannover zu schätzen gewusst.
Schulleiterin Claudia Kohl, von Grundschule Oker konnte berichten, dass „Günni“ ihre
Schüler:innen in seinem Outfit als Super Mario begeistert, wenn er Themen wie
Cypermobbing, Opferschutz und Zivilcourage mit ihnen bespricht. Durch die über
15jährige Zusammenarbeit mit dem WEISSEN RING, der Polizei und der GZK konnte
kürzlich das Konzept „Zivilcourage in Grundschulen“, für diese Schulform im Landkreis entwickelt werden.
RA Steffen Hörning dankte in seiner Laudation zunächst Angelika und Günter Koschig für die gute Idee, vor 44 Jahren in den WEISSEN RING einzutreten und seit 41 Jahren für Opferschutz und Prävention im Landkreis Goslar und darüber hinaus zu brennen. „Wir haben uns von der Leitidee von Vereinsgründer Eduard Zimmermann leiten lassen:
„Wenn alle den Verbrecher jagen, wer bleibt dann beim Opfer? Mit unserem Team
konnten wir bislang über 5000 Betroffenen durch Rat und Tat zur Seite stehen, jetzt
geben wir die Leitung in jüngere Hände“, so beide Koschig‘s. Die Soziologin Dr. Kristina
Winter ist mit ihrem Mann Ben seit acht Jahren im Goslarer Team. „Du bist ein großer
Glücksfall für den WEISSEN RING, dass du Verantwortung übernimmst und ein junges
Team aufbauen willst“, so RA Hörning bei der Amtsübergabe, die seine Vertreter:innen
aus dem Landesvorstand, Lena Demin und Karl-Heinz Langner ebenfalls mit Beifall
bedachten.

Mit einem Schirm vom WEISSEN RING „Wir lassen die Opfer nicht im Regen“ stehen und
dem Buch „Glow your own way“ von ihrem Vorgänger, nahm die Powerfrau Dr. Kristina
Winter auch gleich viele Glückwünsche entgegen. „Ich übernehme diese Aufgabe mit
großem Respekt vor dem, was Günter Koschig über Jahrzehnte aufgebaut und bewegt
hat, aber auch mit viel Freude und eigenen Ideen. Mir ist wichtig, die bewährte Arbeit
des WEISSEN RINGS fortzuführen, unsere Netzwerke im Landkreis weiter zu stärken und vor allem eines im Blick zu behalten: die Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Ich freue mich sehr, dass Günter uns dabei weiterhin mit seiner Erfahrung zur Seite steht.“, so Winter.

Während sich Angelika Koschig als Mitarbeiterin verabschiedet, bleibt Günter Koschig weiterhin dem WEISSEN RING, seit 1996 als Mitglied im Fachbeirat Kriminalprävention in Mainz, sowie als Initiator der GZK, erhalten.

Für die jahrzehntelange Unterstützung sowie die Ausrichtung der Festveranstaltung
bedankte sich der WEISSE RING bei Thomas und Maria Wietig vom Hotel Zum Löwen.





















































