WEISSER RING AS Goslar: „Es ist wichtig, bei Gefahr genau hinzusehen und
zu handeln!“ Couragierte Helfer im Jahr 2026 für Ehrungen der GZK gesucht!

Tatortschauspieler Joe Bausch und Günter Koschig freuen sich über Hinweise auf couragierte HelferInnen im Jahr 2026
Ob Beleidigungen im Netz, Bedrohungen im Zug oder auch körperliche Gewalt auf dem Marktplatz:
Immer wieder kommt es in der Öffentlichkeit zu Situationen, in denen andere Hilfe benötigen. Der WEISSE RING, Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer, möchte am „Tag der Zivilcourage“ am 19. September 2026, auf die Bedeutung von Zivilcourage aufmerksam machen und veranstaltet daher rund um diesen Tag verschiedene Aktionen in ganz Deutschland.
„Die Stimmung in Deutschland ist gerade ziemlich angespannt“, sagt Günter Koschig, Außenstellenleiter des WEISSEN RINGS in Goslar. „Das merken wir im Netz, aber auch auf der Straße. Daher ist es
wichtig, genau hinzusehen und zu handeln, wenn eine Situation bedrohlich wirkt.“
Diese fünf Regeln der Zivilcourage sollten möglichst immer beachtet werden:
- Situation genau beobachten, gegebenenfalls aus der Distanz handeln.
Sich nicht selbst in Gefahr bringen. - Die Polizei unter 110 anrufen.
- Möglichst handeln, bevor sich die Situation zuspitzt.
- Andere Passanten aktiv um Mithilfe und Unterstützung bitten.
- Sich um das Opfer kümmern.
Ob in der realen oder digitalen Welt, wichtig sei es, dass Hetzerinnen und Hetzer Gegenrede und
Widerspruch erfahren. „Wenn sich niemand einschaltet, kann das dazu führen, dass sie sich dadurch
bestärkt und legitimiert fühlen. Wir müssen hier ganz klar für unsere Werte und auch für unsere Demokratie einstehen“, so Koschig. Dabei müsse allerdings unbedingt beachtet werden, selbst sachlich,
konstruktiv, freundlich und deeskalierend zu bleiben.“
Diese Regeln können bei digitaler Zivilcourage helfen: - Unterstütze das Opfer mit sachlicher und klarer Gegenrede.
- Nicht auf lange Diskussionen einlassen. Je mehr Kommentare ein Post bekommt, umso größer wird die Reichweite.
- Kommentare den Plattformen melden.
- Strafrechtliche Inhalte anzeigen.
- Für eigene Sicherheit sorgen mit starken Passwörtern und Privatsphäre-Einstellungen.
Die rund 3000 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Opferhelferinnen und Opferhelfer in den fast 400 Außenstellen des WEISSEN RINGS stehen allen Betroffenen in Notlagen persönlich zur Seite. Das gilt natürlich auch für Menschen, die als Helferinnen oder Helfer, als Zeuginnen oder Zeugen von der Tat betroffen sind. Die Außenstelle Goslar ehrt im Rahmen der Goslarer Zivilcouragekampagne jährlich auch couragierte Menschen.
Hinweise bitte an Koschig@t-online.de
